Empfehlung: Headset Speedlink Medusa NX 5.1

medusaWas Headsets für den PC angeht, kann man so ziemlich jeden erdenklichen Betrag ausgeben. Dem einen mag ein Headset für ein paar Euro reichen, ein Gamer hingegen hätte da schon gerne etwas besseres. Genau darum geht es in diesem Testbericht – “etwas besseres”. Wer einen vernünftiges Headset mit Raumklang und einer zur Lautstärke passenden Klangqualität haben möchte, muss schon etwas tiefer in die Tasche greifen. Einsteigerheadsets gibt es für etwa 25 Euro bis 35 Euro, Die Mittelklasse bewegt sich um die 50 Euro und die Highend-Reihe geht von 80 Euro bis hin zum beinahe unerschwinglichen Beyerdynamic MMX 300 für schlappe 300 Euro. Eines haben aber alle Gamerheadsets gemeinsam: sie verfügen über Raumklangfunktionen, gehen über das ganze Ohr, um Außengeräusche wegzufiltern und oft wird für einen ordentlichen Bass durch leichte Vibrationen gesorgt. Als Nachfolger des legendären Medusa 5.1 ProGamer, siedelt sich das Speedlink Medusa NX 5.1 hier deutlich im Highendbereich an und hat diesen Platz durchaus verdient. Zunächst sollte die Masse an Zubehör erwähnt werden. Öffnet man den Karton des Headsets, so findet man allerlei nützliche kleine Dinge: das Headset, eine passende Tasche für den Transport zur LAN-Party, ein Netzteil, drei Kabelpeitschen von 3,5 mm Klinkenstecker auf Cinch-Buchsen, sowie das Handbuch auf CD.

Keine interne Soundkarte, nur Verstärker

Keine Treiber auf der mitgelieferten CD? Nein, denn das Medusa NX 5.1 macht es anders, als viele andere Headsets am Markt, denn es verfügt über keine eigene Soundkarte im USB-Format. Auch wenn am Kabelbaum ein USB-Stecker baumelt, führt dieser keine Funktion aus, sondern versorgt einzigst den in der Kabelfernbedienung integrierten Verstärker mit dem benötigten Strom. Wer keinen USB-Port an seinem PC mehr frei hat oder bereits ohne das Headset mit dem USB-Strom kämpfen muss, kann das mitgelieferte Netzteil einsetzten, um das Headset mit ausreichend Strom zu versorgen. Der Verstärker ist auch gleich der andere Part, der das Medusa NX 5.1 anders macht, als Andere, denn der größte Teil der On-Board-Soundkarten liefert zwar einen guten Raumklang, kann aber nicht bei der Ausgangsleistung punkten, so dass viele Headsets nicht an die von Spielern gewünschte Lautstärke heranreichen. Genau dazu verstärkt das Medusa NX 5.1 jeden der sechs Kanäle über einen eigenen Verstärkerschaltkreis, deren Lautstärke einzeln über vier Regler an der Fernbedienung geregelt werden können – je einen für Frontspeaker, Center, Rearspeaker und Bass/Vibration.

Auch am Tragekomfort des Headset lässt sich nichts meckern, denn das Headset schmeichelt den Ohren. Zwar sind die Ohrmuscheln nicht mehr ganz so stark gepolstert, wie beim Vorgänger, dennoch trägt sich das Headset sehr gut und durch den besonders weich gepolsterten Bügel, merkt man beinahe nicht, dass man es trägt. Auch nach einigen Stunden Spielens drückt und zwickt es nirgens. Das Mikofon ist im Gegensatz zu vielen Konkurrenzmodellen flexibel gehalten, kann in jede erdenkliche Position gebogen werden und liefert eine überzeugende Aufnahmequalität, über die sich die Mitspieler freuen werden. Da rauscht und brummt nichts. Ist man auf einer LAN-Party unterwegs oder will man das Headset mit auf Reisen nehmen, klappt man es einfach zusammen und verstaut es im mitgelieferten Beutel, um es vor den Strapazen der Reise zu schützen.

Vielseitigkeit wird groß geschrieben

medusa-nxZu letzt sei noch erwähnt, dass das Headset natürlich nicht nur für den Betrieb am PC geeignet ist, denn durch die mitgelieferten Kabelpeitschen und das externe Netzteil, dass das Headset auf Wunsch mit Strom versorgt, kann dieses auch an anderen Geräten betrieben werden. Wer an seinem DVD-Player oder Surround-Verstärker einen Sechs-Kanal Cinch-Block hat, kann die Kabelpeitschen dazu nutzen, das Headset auch an diesen Geräten zu betreiben. Endlich hört das Meckern der Frau/Freundin beziehungsweise der Eltern auf, wenn man mal wieder Playstation oder XBox spielt und die Musik oder Geräusche nerven. Apropos Geräusche: Die Klang-Qualität des Headsets kann sich ebenfalls sehen lassen. Durch die vier einzelnen Lautsprecher je Hörmuschel lassen sich Geräusche besonders gut orten und ein tatsächlicher 3D-Effekt stellt sich ein – Schritte kommen von Hinten, Explosionen von Links und Rechts und die Musik aus beiden Muscheln, ganz wie es sein soll. Auch das Klangvolumen macht einiges her. Zwar bevorzugt das Headset durch die Sprachübertragungmöglichkeit die Höhen etwas, allerdings sorgt es auch für ordentlich Druck bei Mitten und Bass. Für den vollendeten Spielgenuss sorgen dann letztendlich die Verstärker, die man wegen der Schmerzgrenze nicht wirklich ganz aufdrehen kann.

Eigene Meinung:

Das perfekte Headset für Gamer. Ich besitze bereits einige Headset und eigentlich sind alle gut, allerdings hat man immer das eine oder andere kleine Problemchen mit den Dingern. Das eine hat eine eingebaute Soundkarte und liefert daher nicht viel Leistung. Das andere ist nach 2 Stunden einfach nur noch unbequem und das dritte liefert keinen Surround-Sound. Das Medusa NX 5.1 von Speedlink liefert das alles und noch einiges mehr: man kann sich die Ohren mit dem Verstärker wegpusten und dabei Geräusche immer noch einwandfrei orten. Man kann es erstaunlich lange auf dem Kopf lassen, ohne dass es zwickt oder gar weh tut und es ist konstruktionsbedingt nicht an den PC gebunden. Als wenn das noch nicht genug wäre, kann man es falten und eintüten, um sein neues Lieblingheadset auch heile an dem Bestimmungsort LAN-Party wieder auszupacken. Das Speedlink Medusa NX 5.1 mag mit einer UVP von knapp 80 Euro etwas teuer erscheinen, allerdings ist es sein Geld durchaus wert, denn man benötigt auch nur dieses eine Headset und kein weiteres für andere Zwecke mehr – ein klarer Preis- / Leistungssieger. Wer ein klanglich besseres Headset oder eines mit mehr Leistung/Lieferumfang sucht, muss sich wohl in der 200 bis 300 Euro Preisklasse umsehen.  Das Medusa NX 5.1 ist einfach genial und ein absoluter Kauftipp für alle ambitionierten Gamer.

 

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