Angespielt – Heroes of Might and Magic Online

Kenner der Serie werden sich schnell wie zu Hause fühlen. Die Präsentation ist im Wesentlichen die gleiche wie eh und je. Mit eurem Helden navigiert ihr über die Lande. Allerdings nicht rundenbasierend, wie man es von den bisherigen Titeln kennt. Das wäre auch für einen MMO Titel kaum sinnvoll implementierbar. Kämpfe gegen die computergesteuerten Gegner werden jedoch weiterhin rundenbasierend abgewickelt. Bei diesen Anlässen wechselt das Spiel perspektivisch auf das Schlachtfeld, wo ihr die animierten Kreaturen eures Gegners so wie eure Schergen nebst Einheitenzähler über dem Kopf vorfindet. Das Schlachtfeld wird wie gehabt durch ein Gitter aus Sechsecken unterteilt, die zur Orientierung dienen, da jede Einheit pro Zug nur eine gewisse Distanz zurücklegen kann. Dies spielt insbesondere dann eine taktische Rolle, wenn ihr euren Gegner vor dem Nahkampf mit Fernkampf und Magie zermürben möchtet oder eine seiner Truppen in einem geografischen Engpass auf dem Schlachtfeld stellen wollt. Dies ist mitunter dienlich, um die Flanken und den Rücken der eigenen Einheiten gut zu schützen, während ihr den Gegner genau dort im Gegenzug treffen wollt, um Bonusschaden anzurichten. Bei ausgeglichener Truppenstärke ist Taktieren, Manövrieren und der richtige Einsatz eurer Sonderfertigkeiten sowie der Sonderfertigkeiten eurer Truppen absolut elementar, um siegreich aus er Schlacht hervorzugehen. Ihr seid also gut beraten, die Manövrierbarkeit, Sonderfertigkeiten sowie die Angriffseigenschaften aller Einheiten auf dem Schlachtfeld stets im Auge zu behalten.

Die Präsentation der Schlachten erinnert stark an Heroes of Might and Magic 3, was mir im Test gelegen kam, da ich diesen Teil seinerzeit wirklich bis zum Abwinken gespielt habe. Allerdings sieht das Ganze grafisch ein ganzes Stück besser aus. Nicht schlecht für ein free2Play Browsergame. Vor allem läuft es dabei angenehm flüssig.

Weitere Pluspunkte gibt es für die unkomplizierte Einführung ins Spiel (in Form eines ins Hauptquest implementierten Tutorials) sowie für die sinnvoll gegliederten Menüs. Oftmals genügen schon ein, zwei Klicks und man ist im angestrebten Untermenü.

 

Gutes Fundament – nur der Feinschliff fehlt

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Bei meinen bisherigen Abstechern auf den Server hat das Spiel bislang einen soliden Eindruck gemacht. Grundsätzlich spielt es sich – abgesehen von der Navigation über die „Landkarte“ in Echtzeit – genauso, wie man es von der Reihe gewohnt ist. Allerdings bleibt zu hoffen, dass der Umfang noch etwas aufgepeppt wird. Und zwar hinsichtlich der Events auf der Karte sowie was die Skills betrifft.

Außer Ressourcen sammeln und Quests fehlen mir noch weitere Inhalte, die das Erforschen der Lande interessanter machen. Bspw. Gebäude, in denen man etwas finden oder zufällig auf Gegner treffen kann. Oder mehr Events, die zu vorübergehenden Boni bzw. Abzügen gewisser Statuswerte führen. Das würde den (zwangsläufig) häufigen Besuch verschiedener Regionen noch mal aufwerten. Was Ideen anbelangt, könnte man sich da leicht an den anderen Heroes of Might and Magic Titeln orientieren. Ebenso dürften es gerne ein paar Skills mehr sein. Bislang ist der Skilltree für Magie recht überschaubar. Das mag sich aber durchaus noch ändern, wenn später alle Rassen gespielt werden können. Derzeit sind in der open beta nur Nekromanten und die Fraktion „Zuflucht“ (bestehend aus Engeln und dergleichen) spielbar.

Leider fallen die Gestaltungsmöglichkeiten beim Levelaufstieg arg dürftig aus. Wann immer euer Held ein Level steigt, werden so ziemlich alle Eigenschaftspunkte automatisch gesteigert. Allein die nächste zu erlernende Fertigkeit darf man sich aussuchen … wobei da pro Stufenaufstieg auch nur je zwei zur Auswahl geboten werden. Hier sollte man den Spieler direkter einbinden, sodass er sich nach eigenem Gusto spezialisieren kann. Das wäre auch ganz im Sinne des kooperativen Spiels, wenn sich zwei Spieler sehr gut gegenseitig ergänzen.

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